Zikkaron

Zikkaron | זכרון

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Memoiren von Glückel von Hameln, 
Zikhronot Ms. hebr. oct. 2, ca. 18. Jh.

 

Zikkaron (זכרון) heißt Erinnerung und umschreibt als Motiv eine Vielzahl von Ritualen und Praktiken des Erinnerns, die die jüdische Kultur seit Jahrhunderten prägen. Hierzu zählen neben Festen und Gedenktagen, die häufig an biblische und historische Ereignisse erinnern, auch Gebete, wie das Kaddisch zur Erinnerung an die Toten, oder Klagelieder, die die Erinnerung an Verfolgung und Vertreibung über Jahrhunderte tradierten.

Zu den ältesten Objekten des Gedenkens zählen Memorbücher, in denen bis heute die Namen verstorbener Gemeindemitglieder eingetragen werden. Überhaupt kommt der Erinnerung an die Verstorbenen eine besondere Bedeutung zu und findet Ausdruck im Kaddisch oder in der Schiwa, der ersten von drei Trauerperioden. 

Erinnert wird aber ebenso an freudige Ereignisse. Feste wie Chanukka und Purim erinnern an wundersame Ereignisse aus biblischen Zeiten. Von individuellen Lebensläufen und Familiengeschichten erzählen unzählige Memoiren von Jüdinnen und Juden, wie jene, die die jüdische Kauffrau Gikl bas Juda Leib, auch bekannt als Glückel von Hameln,  Ende des 17. Jahrhunderts verfasste.

Bibliographie | Zikkaron

Literatur Abrahams, Israel, Hrsg. Hebrew Ethical Wills. Philadelphia: Jewish Publication Society, 2006. https://hds.hebis.de/ubffm/Record/HEB177720131. Heimann-Jelinek, Felicitas, Hrsg. Alles hat seine Zeit: